Beginnen wir mit einer Gegenfrage: warum denn nicht?

Ich will ehrlich zu euch sein, seit damals 2014 meine Langzeitbeziehung in die Brüche gegangen ist, bin ich auf der Suche nach einem Ziel, einer Aufgabe, einer Bestimmung. Ich habe das während der Zeit meiner Beziehung nie in Frage gestellt, da ich einen Platz hatte, eine Aufgabe und so war es gut. Mit der Trennung ist dieser Platz verloren gegangen und ich habe die letzten Jahre damit verbracht, mir einen neuen Platz zu suchen. Plötzlich stand ich nämlich allein da und mir lag die ganze Welt zu Füßen. Ich hatte alle Möglichkeiten, alle Chancen, ich hätte alles tun können. Doch war ich dabei eigentlich nur eines: maßlos überfordert. Und ich war unzufrieden. Was möchte ich wirklich tun? Wo möchte ich sein? Wie möchte ich sein? Die Möglichkeiten haben mich erschlagen und handlungsunfähig gemacht. So wurschtelte ich einfach weiter vor mich hin bis sich eine neue berufliche Herausforderung ergab. Ich ergriff die Chance beim Schopf und zog das volle Programm durch. Neuer Job, neue Stadt, neuer Sozialraum – ich tauchte sofort in die Arbeit ein, quasi vom einen Hamsterrad ins nächste. Und auch hier fühlte ich mich nicht angekommen, ich war unzufrieden und mir war klar, es musste eine Veränderung geben. Dann machte ich einen Urlaub in Costa Rica.

Trotz mittelschwerer Bedenken vor dem Urlaub, habe ich mich schon nach nur zwei Tagen Hals über Kopf in das Land verliebt. Die üppige Natur, die fantastische Tierwelt, die wunderschönen Strände, die rauchenden Vulkane. Der Tag im Nationalpark Manuel Antonio (über den ich hier geschrieben habe) hat mich unglaublich beeindruckt. Als ich aus dem warmen Pazifik gestiegen bin, dachte ich bei mir: „Wenn ich jetzt auf der Stelle tot umfalle, ist es nicht schlimm, denn schöner wird’s nicht mehr!“ Nix da, es wurde noch schöner, da noch eine Horde Kapuzineräffchen zu Besuch kam. ♥
Auf dem Heimflug kam mir der Gedanke: vielleicht ist es für mich nicht Deutschland. Vielleicht ist es ein anderes Land. Zumindest für eine Weile. Und so reifte in mir die Idee, eine gewisse Zeit im Ausland zu verbringen. Am Anfang war es nur eine Idee, aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr gefiel mir die Idee und sie wurde zu einem Plan. Ich telefonierte mit einer Freundin, die genau das schon vor vielen Jahren gemacht hat und sie ermutigte mich – danke dafür! Der Entschluss war gefasst: ich werde nach Costa Rica gehen – auf unbestimmte Zeit.

Denn ich will neue Kulturen kennen lernen, neue Erfahrungen machen, eine neue Sprache lernen, aus meiner Komfortzone ausbrechen und dabei mehr über mich selbst erfahren. Ich will Herausforderungen, über mich hinauswachsen und dazulernen. Ich will mich weiterentwickeln. Und vor allem will ich wissen, warum in Costa Rica die glücklichsten Menschen der Erde wohnen.

Lasst es uns gemeinsam herausfinden!