Hallo zusammen!

Ich hoffe, es geht euch allen fantastisch gut und ihr seid wohlauf. Da es Ende der Woche nach zehn Monaten Reise für mich erstmal wieder nach Deutschland zurück geht, wollte ich euch an ein paar Gedanken teilhaben lassen, die mich in den letzten zehn großartigen Monaten beschäftigt haben. Es geht dabei einerseits um ganz praktische Dinge, wie das Gepäck, aber auch um eine Art emotionale Entwicklung. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir einen Kommentar dalasst, falls ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt oder gar komplett andere.

1. Nimm nicht zu viel mit, lieber das Richtige

Okay, wir beginnen mal ganz entspannt mit dem, was ich die letzten zehn Monate so mit mir rumgeschleppt habe und ob ich das alles noch habe und/oder ob ich es überhaupt gebraucht habe.

Im April bin ich mit 19 kg gestartet (mein Rucksack fasst 60l), was natürlich viel zu viel ist, aber zu meiner Verteidigung: da waren Geschenke an meine Gastfamilie dabei (Honig, zwei Kuscheltiere) und Deutschbücher für einen Bekannten.

Vollgepackt mit tollen Sachen… 🙂
Mittlerweile bin ich bei 15 kg angekommen, was immer noch viel ist, aber es ist okay, weil ich mittlerweile auch das ein oder andere Andenken gekauft habe. Generell versuche ich, nur kleine, leichte Souvenirs zu kaufen. In meinem Fall ist das Schmuck (oder Tattoos :D): Ohrringe, Ringe, Armbänder. Das ist leicht und nimmt keinen Platz weg, weil ich den Großteil davon am Körper trage. Widerstehen konnte ich allerdings den schönen Schals in Ecuador und Peru nicht, daher besitze ich drei, die ich mit mir herumtrage..

Nach sechs/sieben Monaten habe ich übrigens fast meine komplette Garderobe ausgewechselt, da nach der langen Zeit die Kleidung irgendwie eklig wurde und gestunken hat. Ja, trotz Waschen. Aber tragt mal sechs Monate lang nur zwei T-Shirts. Ich hab auch immer wieder Sachen zurückgelassen, die ich einfach wochenlang gar nicht getragen habe. Mittlerweile besteht meine Garderobe aus schwarz und blau, da ja alles miteinander kombinierbar sein soll. Und ich habe Leggings gekauft. Ich liebe Leggings! In Deutschland hätte ich nie und nimmer eine Legging gekauft, geschweige denn angezogen, aber hier.. pfff, hier kennt mich doch keiner und es ist einfach super bequem – beim Wandern und bei stundenlangen Busfahrten.

  • Worin ich gern mehr investiert hätte: kleineren, bequemeren Backpack, wasserfeste Wanderschuhe, gute Turnschuhe, Powerbank
  • Was ich gern gehabt hätte: eine Lifestraw-Wasserflasche (es wird so viel Plastikmüll generiert durch Plastikflaschen)
  • Was ich nie gebraucht habe: Schlafsackinlet, die meisten meiner mitgebrachten Medikamente (bis auf Schmerz- und Kohletabletten), Wörterbuch (bis auf in der Sprachschule, aber es gibt auch Apps!), Wanderhose (ich trage sie bisher noch rum, aber der Tag wird kommen, da werde ich sie zurücklassen)
  • Was ich weggeschmissen/zurückgelassen habe: meine Schminke (ich hatte nur wenig mitgenommen und davon das meiste schon entsorgt oder verschenkt. In zehn Monaten habe ich mich sechs Mal geschminkt. Keiner glaubt mir, wenn ich sage, ich besitze ca. 200 Lippenstifte 😀 ), billige Wandersandalen (Schrott!), Schuhe (zwei Paar Schuhe und zwei Paar Sandalen mussten dran glauben)
  • Was besonders wertvoll/nützlich war: der Kindle meiner Mutter 🙂

Was ich tatsächlich dabeihabe:

2x Leggings, 1x Jeans, 1x Wanderhose, 2x Shorts
1x Longsleeve, 1x Pullover, 4x T-Shirt, 3x Tops, 1x Jumpsuit, 1x Sweatjacke
viel zu viel Unterwäsche, 2x Wandersocken, je 4x kurze und lange Socken
1x Jacke (Fliess+Regen)

Mein Rat: Entspannt euch! Ihr könnt alles irgendwo kaufen! Es gibt Apotheken, Trekking-Shops und sogar H&M!

2. Bereitet euch nicht zu sehr vor

Einer der großen Vorteile daran, zu backpacken und dazu noch alleine zu backpacken, besteht darin, dass du einfach ständig deinen Plan ändern kannst. Du lernst jemanden kennen, der dir von einem coolen Trek im Süden erzählt, obwohl du in den Norden wolltest? Ja kein Problem. Dein Reisebuddy zeigt dir ein Bild auf Instagram, du googelst nach dem Ort und beschließt auf deinem Weg einen weiteren Stopp einzulegen. Easy. Dir gefällt der Ort so gut, dass du gerne länger bleiben möchtest? Ja, warum auch nicht? Ihr könnt unmöglich vorher alles wissen. Ihr könnt nicht wissen, wie ihr euch an Orten fühlt, ob ihr dann noch an der 8 Stunden Wanderung interessiert seid oder nicht. Also lasst es auf euch zukommen. Zwischenzeitlich wünschte ich mir, ich hätte etwas besser geplant bzw. recherchiert, aber mittlerweile denke ich, es ist schon gut so, wie es ist. Es geht hier ja nicht drum, auf einer Checkliste abzuhaken und damit anzugeben. Und im Zweifelsfall gibt es immer irgendwo einen Platz im Bus, der euch dann weiter bringt. Das dauert dann zwar länger als ein Flug, aber immerhin schränkt ihr euch zeitlich nicht ein.

Mein Rat: Easy going! Lasst euch einfach vom Flow mitziehen, s’wird schon. 🙂

3. Nicht alle Reisenden sind wie du

Anfangs dachte ich wirklich, wir alle haben dieselbe Motivation und dasselbe Ziel. Weit gefehlt. So verschieden, wie Menschen eben sind, so verschieden sind auch Reisende. Nicht alle kündigen ihren Job und verschwinden auf unbestimmte Zeit. Wobei es einige sind. Manche haben einfach nur Urlaub und demnach auch ein anderes Budget. Alle haben unterschiedliche Interessen. Manche gehen gern in jedes Museum, andere wiederum in jede Kneipe. Manche machen ausschließlich Touren, manche erkunden lieber auf eigene Faust und sparen das Geld. Manche gehen den lieben langen Tag essen, andere gehen in den Supermarkt und kochen sich lieber was. Manche kochen ausgefallene, super gesunde fancy Essen, ich – wenn überhaupt – nur Nudeln mit Tomatensoße. 😉 Einige lieben das Meer und den Strand und können stundenlang rumliegen und sich sonnen, andere müssen sich bewegen und sind lieber in den Bergen unterwegs. Andere wiederum verbringen gern den ganzen Tag im Hostel, während andere ständig unterwegs sein wollen – free walking tour, Stadt erkunden, Museum, Fahrradtour etc. pp. Es gibt Reisende, die sind sozial, aufgeschlossen und labern dich einfach an, während andere nie ein Wort verlieren und lieber allein unterwegs sind. Es ist gar nicht so einfach, Reisende zu finden, mit denen man auf einer Wellenlänge ist und mit denen das Reisen passt. Umso schöner ist es dann, wenn man trotzdem solche Leute trifft.

Salar de Uyuni Squad
Eine Gruppe von Clowninnen (?) in Salta, Argentinien
Ich mit Esther aus Barcelona und Gaston aus Buenos Aires <3

Und schon gar nicht alle Reisenden haben das gleiche Verständnis von Anstand. Es ist nicht selbstverständlich, dass wenn ich nachts zurück ins Hostel komme und sehe, dass alle schlafen, eben nicht das Licht anmache und erst mal meine Plastiktüten nach Lautstärke sortiere. Das gleiche Spiel wiederholt sich dann morgens um 7 Uhr oder früher.

Bereitet halt euren Scheiß vor und wenn das mal nicht geht, dann packt bitte draußen. UND wenn du deine Scheiß-Panflöte ausprobieren willst, dann mach das bitte nicht nachts 24 Uhr im Schlafsaal. Geh halt raus, du Hirni! (true story, so geschehen in Cusco, Peru)

Mein Rat: Lasst euch durch andere Reisende nicht einschränken, macht euer Ding und vergesst die Ohropax nicht!

4. Reisen löst deine Probleme nicht

Jetzt wird es deep. 😀

Wie viele Menschen haben die Nase voll von ihrem Leben und gehen reisen, weil sie auf die große Erkenntnis hoffen. Spoiler-Alarm: sie kommt nicht.

Ich war ja irgendwie fertig mit Deutschland. ALLES hat mich genervt. Die Politik, die Wohlstandsprobleme der Leute, die Leute selbst, meine Branche. Ich bin also aufgebrochen und dachte so bei mir, ich finde sicher eine Lösung während der Reise. Ich habe mir einen Geistesblitz ausgemalt, der alle meine Probleme löst. Na ja. Eher so nee. Reisen macht dich auch nicht zu einem komplett anderen Menschen. Du änderst nicht plötzlich deinen Charakter, nur weil du in Peru wandern gehst oder in Ecuador eine Anaconda siehst.

Reisen gibt mir allerdings ein komplett neues Gefühl für die Schönheit der Welt und ändert meinen Blick auf gewisse Dinge. Es ist eine Sache, sich tausend Dokumentationen über die Anden anzuschauen, aber eine komplett andere auf über 4000 m Höhe fünf Stunden durch die Anden zu wandern. Diese riesigen schneebedeckten Berge, die Alpakas, die Blumen, die blauen Lagunen und die Gletscher zu sehen. Allein der Himmel ist hier so anders. Die Wolken. Die Sterne.

Und das Reisen hilft mir außerdem, mich besser kennenzulernen. Ich bin oft unsicher und habe Angst Fehler zu machen. Manchmal sitze ich Dinge lieber aus, als sie anzugehen. Wenn du nun aber ein Busticket kaufen musst, weil du an einen anderen Ort willst, und der nette Herr am Schalter nur Spanisch spricht, dann musst du dich eben überwinden und auch wenn dein Spanisch nicht umwerfend ist, er wird dich verstehen, er wird dabei herzzerreißend nett sein und am Ende wirst du dein Ticket haben. Und du wirst dich freuen, dass du es geschafft hast und beim nächsten Mal selbstbewusster sein. Und auch wenn Situationen entstehen, in denen du nur Bahnhof verstehst, weil das Spanisch in Chile seine eigenen Regeln hat, dann lächelst du nett und am Ende wird es halb so wild. Denn es geht ja auch darum, aus seiner Comfort Zone herauszukommen, sich neue Dinge zuzutrauen, neues auszuprobieren. Schaffe ich diese 6-Stunden-Wanderung hoch auf 4600m? Kann ich die 9-Stunden-Tageswanderung allein bewältigen? Möchte ich mit wildfremden Menschen in Kolumbien in einem Schlammvulkan sitzen? Probiere es aus, dann weißt du es.

Was für ein befreiendes Gefühl das ist, in einem Bus zu sitzen und die endlosen Landschaften zu beobachten, ein Hostel auszuwählen, es selbst zu finden und einfach alles allein hinzukriegen. Klar ist es auch schön, mit anderen zu reisen, vor allem ist es sicherheitstechnisch in manchen Ländern empfehlenswert, aber zB in Patagonien ist alles so sicher und es fühlt sich auch sehr sicher an, sodass das Alleinreisen einfach richtig Spaß macht. Und genau darum geht es doch letztendlich: mach dich frei von allem; lerne, dass du dich auf dich selbst verlassen kannst, immer. Und dann wird alles gut. Außerdem lernst du viel einfacher Leute kennen, wenn du alleine unterwegs bist 😉

Kennt ihr den Spruch „Not all who wander are lost“? Nicht alle, die reisen, sind verloren – aber einige doch schon. Denn denkt doch mal nach. Was sind das für Menschen, die auf eine lange Reise gehen? Und mit lang meine ich länger als 6 Monate bzw open end. Ich habe bisher so viele Geschichten von so vielen unterschiedlichen Menschen gehört und für mich klang das alles eher nach einer Flucht. Gewissermaßen eine Flucht nach vorn, eine Suche nach Lösungen, nach einem Weg, nach sich selbst. Seien es Scheidungen, Unzufriedenheit im Job, schwierige Allgemeinsituationen, Trennungen, tiefgreifende Veränderungen im Privatleben etc. pp., aber die meisten laufen vor irgendetwas davon. Davon nehme ich mich nicht aus.

Lago Puelo, Argentinien

Und während du durch die Weltgeschichte tingelst, hoffst du, dass du irgendwo deinen Platz findest oder zumindest irgendwann mal das Gefühl hast, dass du wieder zurück gehen kannst. In den ersten Monaten stand für mich fest, ich gehe nicht wieder nach Deutschland. Ich kann einfach nicht. Es fühlt sich falsch an. Ich hatte sogar bis Ecuador einen wiederkehrenden Traum: Ich träumte, ich sei wieder in Deutschland. Und jedes Mal dachte ich, nein, das ist falsch. Ich muss doch wieder zurück. Ich muss so schnell wie möglich ein Ticket kaufen und zurück! Diesen Traum habe ich schon eine Weile nicht mehr. Und dann habe ich mich gefragt, was ich mache, wenn sich dieses Gefühl des „ich könnte wieder nach Deutschland gehen“ nicht einstellt. Was mache ich denn dann? Denn irgendwann werde ich kein Geld mehr haben, außer ich arbeite irgendwo.

Und ganz lange hatte ich das Gefühl, ich kann nicht zurück, ich bin noch nicht fertig. Damit meinte ich viel weniger meine Reise selbst, denn einen richtigen Plan gab es nie, sondern ich meinte viel mehr mich und mein kleines Seelchen. Ich war einfach noch nicht fertig. Ich war noch nicht da angekommen, wo ich hinwollte. Rein emotional.

Torres del Paine, Chile

Mittlerweile habe ich wiederum gelernt, dass es letztendlich nur um Zuversicht und eine Art Weltvertrauen geht. Die Zuversicht, dass es schon irgendwie gut werden wird, egal wo man ist. Genau mit dieser Zuversicht habe ich immerhin auch Deutschland verlassen und dachte, in Südamerika wird’s schon irgendwie werden. Diese Zuversicht hat sich nun auch für Deutschland eingestellt, denn Deutschland muss auch nicht zwingend die Endstation sein. Ich weiß nun, dass ich jederzeit wieder gehen kann, sollte ich das wollen. Und ich habe das Vertrauen in mich selbst und in die Welt gewonnen/zurückerlangt. Denn ich habe gelernt, mich auf mich selbst verlassen zu können und auch auf die Welt im Allgemeinen. Es gibt natürlich immer irgendeinen Kevin irgendwo (sorry an alle Kevins) und man kann sich immer über irgendwas ärgern, aber andererseits bekommt man auch so viel Liebenswürdigkeit, Herzlichkeit und Respekt entgegengebracht, man muss nur empfänglich dafür sein und es zu schätzen wissen.

Cordillera blanca bei Huaraz, Peru

Fazit: Deutschland hat sich in meiner Abwesenheit vermutlich nicht verändert, aber ich hingegen schon und ich kann nun die Dinge mit anderen Augen sehen, auch wenn ich keine andere Person geworden bin. Reisen löst deine Probleme nicht, aber es ändert sehr wohl deinen Blick auf die Probleme.

5. Es gibt immer einen Typen mit einer Gitarre, der Wonderwall spielen kann

Seitdem ich das Video „10 things backpackers would never say“ auf YouTube gesehen habe (soo zutreffend, bitte unbedingt anschauen), fühle ich mich von Wonderwall verfolgt. Denn tatsächlich gibt es immer irgendwo einen Typ mit Gitarre und der kann dann auch noch Wonderwall spielen. Und wenn er dann noch Tourguide ist, ist die Stef im siebten Himmel 😛 Aber tatsächlich habe ich an so vielen Orten und zu so vielen Gelegenheiten dieses Lied gehört, dass es irgendwie zum Lied meiner Reise geworden ist.

Und dann triffst du in Peru den Ben aus London, den du in Ecuador im Dschungel kennengelernt hast, gehst mit ihm essen und lauschst der Musik. Dann schaust du ihm in die Augen und sagst: „Jetzt kommt bestimmt Wonderwall!“ und TATA – es kommt tatsächlich als nächstes Lied. Es ist wie verhext. Aber einfach unfassbar lustig.

Salar de Uyuni, Bolivien

Und nun erinnert mich das Lied an so viele Erlebnisse und Menschen und ist wertvoll geworden. Und allein der Gedanke, dass irgendwo auf der Welt jemand dieses Lied hört und dabei an gemeinsame Erlebnisse und an mich denkt, macht mich glücklich. Denn letztendlich geht es beim Reisen nicht nur um die fantastischen Orte, die man besucht, sondern auch um die großartigen Menschen, die man kennen lernt. Die man innerhalb so kurzer Zeit so intensiv kennen lernt, denen man sich öffnet, denen man sich preisgibt und ich kann gar nicht sagen, warum das so ist. Diese Begegnungen, diese Gespräche, diese geteilten Emotionen und Erlebnisse machen für mich den eigentlichen Wert des Reisens aus. Natürlich ersetzt es keine Freunde, die man seit vielen Jahren kennt, aber die Art und Weise wie unsere Leben an einem kurzen Punkt miteinander verwoben werden, ist einfach magisch und wunderschön und macht mich einfach nur dankbar. Und gleichzeitig gibt es mir den Glauben an die Menschen zurück. Es bedeutet, dass es überall tolle und liebenswerte Menschen gibt und macht mich damit auch zum Teil dieser Gruppe und zu einem liebenswerten Menschen.

So meine Lieben, Hut ab, wenn ihr es bis zum Ende durchgehalten habt. Mich würde wirklich interessieren, was ihr denkt und ob ihr eventuell ähnliche Gedanken hattet, wenn ihr reisen wart.

Wir sehen uns bald, ich freu mich auf euch!

Eure Stef

Ein Kommentar

  1. Hallo Stef,

    Ein wirklich toller Artikel und ja ich habe bis zum Ende durchgehalten 😂. Wir sind zwar nicht als Backpacker unterwegs, aber leben als Expats in Shanghai. Viele Dinge, die du geschrieben hast, kommen mir sehr bekannt vor. Wider Erwarten spricht in Shanghai gefühlt kein Mensch englisch und außerhalb überhaupt nicht. Mittlerweile lerne ich seit 1. Jahr Chinesisch und es reicht zum überleben. Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn man mit Händen und Füßen, 3 Brocken Chinesisch und Übersetzungsapp zum Ziel kommt.

    Mir ging es übrigens ähnlich wie Dir – in Deutschland hat mich alles genervt. Vor allem die Menschen, die immer meinten sich in alles und jeden Mist einzumischen. Ich war schon immer ein Mensch, der die Einstellung „Leben und leben lassen“ hatte. Jeder meint am besten zu wissen in D, was das Richtige und Beste für einen ist. Das ging mir dermaßen auf die Nerven. In China habe ich eine Freiheit gewonnen, die ich nicht missen möchte. Leben und leben lassen eben 🙂

    Des Weiteren genieße ich einfach extrem die chinesische Kultur z.B. Wenn du essen gehst, wird alles auf denn Tisch gestellt und jeder nimmt sich. Good-Sharing eben – sogar in Gutenberg Restaurants ist dies üblich – und Deutschland undenkbar. Nichtsdestotrotz wird es auch für uns irgendwann wieder zurückgehen und ich werde genauso wie du, die ätzenden Dinge in D meistern und mit einem anderenfalls Blickwinkel betrachten.

    Ich wünsche dir alles Gute 😘

    Komm wieder gut in Deutschland an

Schreibe einen Kommentar zu Sarah Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu